Kraft-Wärme-Kopplung | Verfahren & Funktionen

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Gewinnung von elektrischer Energie (Strom) und Wärmeenergie in einem Kraftwerk. Bei kleineren Anlagen werden diese als Blockheizkraftwerke (BHKW) bezeichnet.

Im Gegensatz zu Großkraftwerken erzeugen dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen Strom und Nahwärme am Ort des Verbrauchs. Übertragungsverluste werden zum großen Teil vermieden. Zudem können diese Anlagen für den Bedarfsfall zugeschnitten werden. Bei Verbrennungsmaschinen, die Generatoren zur Stromerzeugung antreiben, entsteht Wärme. Diese wird über Wärmetauscher ausgekoppelt und an den oder die Verbraucher weitergegeben. Zukünftig kann die Abwärme auch über eine Turbine weiter verstromt werden. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, die Abwärme zur Klimatisierung (Kraft-Wärme-Kälte-Anlage) zu nutzen. Insbesondere Produktionsräume und Computerräume erfordern ganzjährig konstante Temperaturen.

Die Entnahme des erzeugten Stroms erfolgt durch anlagennahe Verbraucher oder/und durch Einspeisung in das öffentliche Netz. Durch die hohe Energienutzung können gegenüber herkömmlichen Kraftwerken bis zu 40 % der Primärenergie eingespart werden.